Gabriele Kuby rettet die heilige Ehe

Veröffentlicht am Januar 20, 2014 von christelbuchinger

Wer kennt Gabriele Kuby? Linke eher nicht. Feministinnen eher nicht. Aber der Papst im Ruhestand, Ratzinger, der kennt sie. Gabriele Kuby ist eine unverdrossene Kämpferin gegen die wachsende Gefahr der „Geschlechtergleichstellung“, gegen Homoehen und – na klar – gegen ein liberales Abtreibungsrecht. Gabriele Kuby publiziert. Verschiedenes. Ihr Weg zu Maria (der Jungfrau) zum Beispiel. Und immer wieder Texte gegen die Gleichstellung der Geschlechter. Sie kämpft natürlich auch für etwas: die Familie. Der Kampf für die Familie – die klassische, Vater, Mutter, zwei Kinder, der Vater erwerbstätig, die Mutter höchsten teilweise, auf keinen Fall für die Homofamilie – ist sozusagen ihr Hauptantrieb und ihr Hauptargument im Kampf gegen die Geschlechtergleichstellung. Continue reading

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Nocheinmal Menschen für Menschen ….

Die Antwort von Menschen für Menschen:
Sehr geehrte Frau Buchinger, sehr geehrter Herr Hohnerlein,
vielen Dank für Ihre Email. Es tut uns leid, wenn Sie unser Bericht über den Besuch von Ministerin Aigner verärgert hat. Sie können versichert sein, dass es uns fern liegt, den parteipolitischen Wahlkampf in der Bundesrepublik zu unterstützen.
Da Menschen für Menschen sich für die ländliche Bevölkerung und damit für die Kleinbauern in Äthiopien einsetzt, war es uns wichtig der Ministerin und ihrer Delegation die Lebensrealität von Millionen von Menschen im Land zu zeigen. Rund 85 Prozent der Bevölkerung lebt als Selbstversorger vom eigenen Anbau. Unsere Organisation arbeitet gemeinsam mit den Bauern daran, die natürlichen Ressourcen zu regenerieren und die Produktivität der Kleinbauern zu steigern.

Und unsere Entgegnung:
Sehr geehrte Frau Dreyer, herzlichen Dank für die schnelle Antwort, aber nichts liegt uns ferner, als Sie zu verdächtigen, aktiv in den bundesdeutschen Wahlkampf einzugreifen. Trotzdem mutet eine BRD-Landwirtschaftsministerin, die derselben Partei wie der Bauernpräsident angehört und die beide zusammen entscheidende Personen im europäischen Subventionskartell sind, gelinde sagt, befremdlich an, sobald es um die Würdigung eines Projektes für kleinbäuerliche Existenzen in Äthiopien geht. Continue reading

Leserbrief an das Magazin von Menschen für Menschen

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie immer haben wir mit Interesse Ihr neues Magazin gelesen. Wir können auch nachvollziehen, dass es für eine Organisation wie die Ihrige nicht von geringer Bedeutung ist, immer wieder „Prominenz“ in Ihren Projekten zu empfangen. Sehr gestört hat uns im neuen Magazin der Artikel, das Bild und den Text zum Bild über den Besuch von Frau Aigner und Hernn Heiderich.

Es ist Wahlkampf in der Bundesrepublik Deutschland und jede/r hängt sich natürlich aus dem Fenster, wo er/sie kann. Das ist nicht neu und doch sollte man erkennen, dass diese Art des Selfmarketings angesichts der Politik, die diese Prominenten nicht nur im eigenen Land, sondern vor allem auch gegenüber dem globalen Süden zu verantworten haben, zunehmend abstoßender wird. Continue reading

Wann beginnt der Aufstand? Italien im Oktober 2012

von Christel Buchinger

Ich mache Urlaub in Ligurien, Norditalien. Tellaro ist ein kleiner idyllischer Ferienort im Golf von La Spezia. Hier hat der norditalienische Geldadel seine Zweit-, Dritt- oder Viertwohnung oder seine Villa. Es gibt nur noch wenige Einheimische. Die wenigen Dauerresidenten von sonstwo mussten Geld haben, um hier eine Immobilie gekauft zu haben.

Ein kleiner Schulbus mit winzigen gelben Plastik-Schalensitzen holt jeden Tag die Schülerinnen und Schüler ab und bringt sie wieder zurück. Es sind nicht viele, denn die Bewohnerinnen und Bewohner gehören eher den älteren Semestern an. Beim Abendspaziergang mit dem Hund mussten wir an dem auf dem kommunalen Parkplatz abgestellten Kleinbus vorbei. Neugieriger Blick ins Innere: die gelben Mini-Schalensitze sind zu süß! Mein Mann übersetzt den Text, der auf einem DIN A 4 Blatt in einer Plastikfolie von innen an die Scheibe geklebt ist: Die Eltern der Kinder werden freundlich darüber informiert, dass die Fahrerinnen und Fahrer seit Juni kein Geld mehr bekommen haben, aber trotzdem weiter “professionell den Fahrdienst seitdem aufrechterhalten”: Irrsinn! In den Palazzi, rund um den Parkplatz verbringt der Geldadel (und ein paar ausländische Touristen) sein Wochenende, seinen Urlaub oder den ganzen Sommer. Auf dem Parkplatz stehen für italienische Verhältnisse überproportional viele Riesenkarossen (viel zu groß für die kleinen Parkplätze). Und die Fahererinnen und Fahrer erhalten seit Juni kein Geld, weil der Interessenvertreter des Geldadels und Goldmann-Sachs-Mann Mario Monti die Schuldenbremse durchsetzt, die der Exportgewinner Deutschland den Italienern aufdrückt.

Wann beginnt der Aufstand?