Familie oder Beruf

In der Regionalbahn unterhalten sich zwei junge und eine ältere Frau. Die beiden jungen machen eine Ausbildung im Hotelgewerbe. Sie unterhalten sich, wie es wohl im Beruf laufen wird, wenn sie Kinder haben. Ihre Ausbildung macht ihnen Spaß, sie erwarten sich Lust oder Freude an der Arbeit. Der Konflikt zwischen beiden Wünschen: Kinder und Spaß und Entwicklung im Berufsleben zieht sich durch das ganze Gespräch. Noch hoffen sie, dass es gehen würde, dass beides schön würde. Aber die ältere Frau äußert große Bedenken: ja, auch sie habe diese Wünsche gehabt, aber am Schluss habe sie sich entscheiden müssen. Sie machte Kinderpause, dann ging sie auf Teilzeit. Sie ist nicht unglücklich, aber ihre beruflichen Träume hat sie begraben. Sie ist verheiratet, ihr Mann verdient nicht schlecht. Sie werden nicht verarmen. Aber berufliche Erfahrungen haben sie nur ein paar gemeinsam und in der Familie ebenso nur ein paar. Ihr Mann kümmert sich jetzt sehr intensiv um die Enkel und das macht ihn sehr glücklich. Er holt das nach, was ihm bei den eigenen Kindern versagt blieb, sie wachsen zu sehen, mit ihnen zu spielen, ihnen etwas weiter zu geben, sagt seine Frau. Was sie nicht sagt: Für sie gibt es kein Nachholen im Beruf.

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