Die einzige Demokratie im Nahen Osten

“Wem gehört das Niemandsland?” ist der Artikel von Wolfgang Sréter überschrieben. Demokratie im Innern und Rechtlosigkeit der Kolonisierten. Verdrängung, Vertreibung, Enteignung der Palästinenser im eigenen Land. Lesenswert im Freitag Nr. 21 (leider nur im Online-Abor verfügbar).

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Der Tiergarten in Berlin wird eingezäunt

Angeblich aus Terrorangst soll der Tiergarten in Berlin bis zur WM 2014 eingezäunt werden. Die Zugänge könne man dann gut kontrollieren. Prima! Alles Schöne wird eingezäunt. Bestimmt gibt es noch weitere Plätze, die man wegen Terrorgefahr einzäunen könnte. Stockholm und Paris warnen, die Vorstädte könnten auch in Deutschland unsicher werden. Zäune halten das Gesindel draußen. Die immer unzufriedenen Asylanten, die Faulenzer mit Hartz IV, die Tage- und Sonstwas-Diebe. Aber wäre es nicht viel effizienter, die Armenviertel einzuzäunen? Hohe Drahtverhaue, doppelte, wenn’s geht. Wachmannschaften patrouillieren lassen. Mit Hunden. Deutschen Schäferhunden. Nur wenige Checkpoints. Wer zur Arbeit will oder von der Arbeit kommt, darf rein oder raus. Die andern bleiben drin.
Wenn die Drohnen funktionieren würden, könnte man Mannschaften einsparen. Drohnen sind auch deshalb viel besser, weil, wenn sie jemanden abknallen – versehentlich – muss niemand vor Gericht.
Gated Communities mal anders: nicht die Reichenviertel einzäunen, sondern die Armenviertel. Schaut nach Israel, da geht das doch auch. Die Kosten können in den Armenghettos driekt eingespart werden. Schulen und Kindergärten sind überflüssig für das Gesocks. Bibliotheken dann natürlich auch. Nur Lidl, Aldi und Kik. Achja und MediaMarkt für die ganz Blöden.

Bürgermeister von Osaka: Sexsklaverei notwendig

Veröffentlicht am Mai 22, 2013 von christelbuchinger

Sie wurden Trostfrauen genannt. Das japanische Militär versklavte im Zweiten Weltkrieg 200.000 bis 300.000 Frauen aus Korea und China, um sie seinen Soldaten als Prostituierte zur Verfügung zu stellen. Trost für die Soldaten. Für die betroffenen Frauen gibt es bis heute keinen. Der Bürgermeister von Osaka, Hashimoto, ist ein besonders einfühlsames Kerlchen. Die Versklavung der Frauen sei notwendig gewesen, fand er kürzlich. Zitat: Wenn man Soldaten, die unter Bedingungen, bei denen Kugeln herumfliegen, wie Regen und Wind, ihr Leben riskierten, ausruhen lassen wollte, war ein System der Trostfrauen notwendig. Das ist jedem klar.” Mit anderen Worten: wenn die Umstände es erfordern, wird vergewaltigt. Typen wie Hashimoto vergreifen sich nicht nur im Ton, sondern, wenn es die Bedingungen zulassen, auch an Frauen. Man sollte ihnen jede Schlechtigkeit zutrauen.
Nur 30 Prozent der Frauen überlebten das Martyrium. Japan weigert sich bislang stur, Entschädigungen zu zahlen.
Ausführlicher Artikel in der Jungen Welt.