Eine Partei nach ihrem Bilde – Die Linke und die Medien

  • „Die großen Medien – vor allem die tonangebende Elite – sind Konzerne,
    die anderen Firmen ein privilegiertes Publikum ‘verkaufen’.
    Es kann insofern nicht überraschen,
    wenn das von ihnen präsentierte Bild der Welt
    die Sichtweisen und Interessen der an diesem Handel Beteiligten widerspiegelt.“
    Noam Chomsky

„Die Linke wird im Westen auf die zwei Prozent Bodensatz absinken, die die WASG schon hatte. Im Osten wird sie noch regionale Bedeutung haben, bis die letzten DDR-Nostalgiker wegsterben. Und dann hoffentlich im Sumpf der Geschichte versinken“, schreibt der Bayernkurier am 26.5. 2012 und bringt damit am klarsten zum Ausdruck, was die Herrschenden in diesem Land sich für die Linke wünschen. Wünschen? Es geht sicherlich nicht nur ums Wünschen. Es geht darum, für welches Ziel alle Hebel in Bewegung gesetzt werden. Die Kommunistische Plattform formuliert: „Es geht unseren politischen Gegnern nicht mehr in erster Linie darum, uns permanent Anpassungsdrücken auszusetzen und uns möglichst zu ‚entzaubern‘. Es geht mittlerweile um Liquidationsprozesse, da die Herrschenden aufgrund ihrer eigenen Lage prinzipiellem Widerstand die strukturellen Möglichkeiten nehmen wollen.“ Hinzuzufügen wäre: es geht um beides, Anpassungs- und Liquidationsdruck.

Albrecht Müller (NachDenkSeiten) äußert sich in der Jungen Welt vom 8.6.2012 ähnlich: „Ich habe mich mal in die Lage jener versetzt, die dafür sorgen sollen, dass in Deutschland die linke Hälfte der Gesellschaft nie wieder politisch wirksam wird. Wenn man genug Geld hat, kann man das planen: Da werden zum Beispiel PR-Agenturen und Kontakte zu Medien eingesetzt, um öffentliche Meinung zu steuern. Continue reading

WAS, WENN BERLIN GAZA WÄRE ….

von christelbuchinger

„Was, wenn Berlin Israel wäre“, titelt heute (20. November 2012) „Berlins größte Zeitung“, die BZ. Ziel des Artikels ist wohl, Solidarität mit Israel hervorzurufen. Einseitige Solidarität mit Israel, versteht sich. Und bloß nicht mit Gaza. Dort sind zur Zeit über 100 Todesopfer der jüngsten israelischen Luftangriffe zu verzeichnen, fast alles Zivilisten, Kinder darunter. Aber eigentlich liegt der Vergleich Berlins mit Gaza viel näher als der Vergleich mit Israel. Wegen der Dichte der Besiedlung und weil vielen Berlinerinnen und Berlinern die Situation des Eingesperrtseins, als Westberlin unter der Blockade litt, noch in Erinnerung ist. Und vielleicht könnten sich die Berlinerinnen und Berliner vorstellen, wie eine jahrelange Totalblockade wirken würde? Continue reading